Das erste Buch einer neuen Serie 

Ab 08. Mai 2020

Geschrieben:    Helmuth Hoffmann

Titel:                  OUT OF DARKNESS: Die schwarze Seele

Folge:                1

Verlag:              Bookrix

Format:             E-Book

Cover:               Helmuth Hoffmann

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Leseprobe:

Ein eisig kalter Wind wehte Benjamin Monroe um die Ohren, als er mit seinen schwarzen Stiefeln durch den tiefen Schnee stampfte und sich immer wieder seine dunkelblaue Eskimo Jacke zurechtrückte. Ohrenschützer trug er nicht, dafür eine Kapuze mit grauem Pelzrand, die er am Kopf festhalten musste.
»Na vielen Dank auch, liebe Mutter Natur. Erst schlägt mir der Wind auf die Glatze und bald kommt auch noch der Schnee«, brummte der Icebreaker, als er ein paar Flocken vom Himmel kommen sah und sich weiter in Richtung des Zeltes mühte, wo er Arbeitsmaterial für die bevorstehende Erkundung zusammenpacken musste.
Der Mann war ein erfahrener Polarforscher und hatte in den vergangenen Jahren bereits drei andere Truppen geleitet. Daher waren die Temperaturen kein Neuland für ihn. Dennoch war die gnadenlose Kälte der Antarktis ein Gegner, gegen den er nur sehr schwer ankam.
Seinem Empfinden nach waren der Respekt und die Anerkennung, die er sich im Laufe der Jahre in seinem Job hart erarbeitet hatte, das Einzige, was ihn an diesem Ort wärmen konnte. Auch die Vorstellung von seiner Frau Lea und seiner Tochter Amanda, wie sie ihn nach seiner Ankunft in die Arme schlossen, gab ihm jedes Mal Kraft, um seine Arbeit zügig voranzutreiben.
Die letzten Tage hatten seine Mitarbeiter damit verbracht, in der Gegend des Bohrbereiches orangefarbene Zelte aufzubauen und den Aufzug anzuschließen, der nach unten zum Lake Whillans führte. Ein See, der mehrere hundert Meter unterhalb des Whillans-Eisstromes, an der Südöstliche Ecke des Ross-Schelfeises ruhte.
Das Wissard-Team meldete im Jahr 2013, dass die Bohrungen durch das Eis erfolgreich waren und die Forschungen beginnen konnten. Zu dem Zeitpunkt ahnte noch keiner, was sich dort unten verbarg.
In der Ferne konnte Monroe seine Männer sehen, wie sie das Equipment aufstellten und sich bereit für die Arbeit machten.
Für ihn war es offensichtlich, weshalb sein Team ohne Absprache in dieser Kälte mit der Arbeit begann. Die Gründe waren bei jedem unterschiedlich. Der eine wollte für sein Engagement gelobt werden, ein anderer strebte eine Beförderung an und ein weiterer wiederum wollte einfach nur schnell fertig werden, um wieder nach Hause zu kommen. Welche Gründe es auch immer gab, er lobte den Fleiß seines Teams jedes Mal, um die Moral in der Gruppe zu stärken. Und das mit Erfolg, denn sie erledigten ihre Arbeit nicht nur zügig, sondern auch mit jeder Menge Spaß an der Sache. 
»Na sieh mal einer an. Die ganzen Geräte stehen schon bereit. Dann können wir jetzt mit der Arbeit beginnen, würde ich sagen«, wunderte sich der Teamleiter. Er hatte sich darauf eingestellt, alle Arbeitsgeräte zusammenzupacken und zum Aufzug zu tragen.
»Hey Chef, wir haben vorhin besprochen, wer zuerst nach unten gehen sollte. Sie haben uns gestern die Wahl gelassen. Oder haben Sie es sich anders überlegt und selbst jemanden ausgesucht? In dem Fall würden wir das natürlich akzeptieren.«
»Nein, ich habe es mir nicht anders überlegt. Ich habe euch die Freiheit gelassen, damit ihr es untereinander ausmachen könnt und dabei bleibe ich. Ich vertraue jedem von euch. Ihr seid alle qualifiziert, um die Arbeit dort unten zu bewältigen.«
Benjamin Monroe sagte es nicht nur, er meinte es auch so. Er hatte großes Vertrauen in die Qualitäten seiner Truppe. Schließlich war er es, der das Team zusammengestellt hatte. Das war ihm von Beginn an wichtig. Er konnte keine Egomanen brauchen, die es auf Alleingänge abgesehen haben.
»Okay Leute, also wen habt ihr ausgesucht?«
»Chef, wir haben uns für Metin entschieden. Er hat die letzten Tage fleißig mitgearbeitet und es verdient, die ersten Schritte in eine unbekannte und neue Umgebung zu machen.«
Der Leiter bestätigte die Auswahl mit einem Nicken und wies seine Männer an, die letzten Vorbereitungen zu treffen, um mit dem Aufzug nach unten zu fahren. Ein wenig beneidete Monroe seine Leute, aber dieses Gefühl schob er zur Seite. Schließlich musste jemand an der Oberfläche bleiben, der die Aufsicht über die anderen hatte. Und das war in dem Fall der Chef persönlich.
Bedenken hatte er bei der Auswahl keine. Metin Akyol war ein zuverlässiger Mitarbeiter, der mit seinen 25 Jahren der Jüngste war, aber auch sehr viel arbeitete, um in der Gruppe akzeptiert und anerkannt zu werden. Der Türke war erst seit zwei Wochen im Team und hatte sich im Vorstellungsgespräch als fähig erwiesen.
Der junge Mann griff sich die kleine Schalttafel, mit der er den Aufzug nach unten steuern konnte und betrat die Kabine.
»Also dann, ab mit dir nach unten, mein Junge«, sagte Monroe und beobachtete das stolze Lächeln im Gesicht seines Icebreakers, als sich die Glastüre des kleinen Aufzugs schloss und dieser langsam nach unten fuhr.
»Also ehrlich, Chef. Der Mann ist echt zu beneiden. Was wir hier entdeckt haben ist Wahnsinn. Wir wussten ja, dass der Lake Whillans etwas Besonderes ist, aber eine ganze unterirdische Höhle, in der man sich normal bewegen kann, ist genial. Ich hoffe nur, dass dort unten nichts Gefährliches zu finden ist«, sagte Paul Denvers besorgt. Er war Monroes rechte Hand und hatte die Aufgabe, ihn zu vertreten, wann immer der Chef etwas anderes erledigen musste.  
»Gut, dass du dich um deinen Kameraden sorgst, aber ich glaube nicht, dass es gefährlich ist. Wir sind seit knapp einer Woche hier und haben jede Menge Nachforschungen betrieben, indem wir unseren kleinen Kamerawagen hinuntergeschickt haben. Er hat nichts Gefährliches entdecken können. Also warten wir erst einmal ab.«
Benjamin Monroe konnte die Sorge seines Mitarbeiters nachvollziehen. Sie stießen auf eine unbekannte Höhle, von der man erst seit einigen Monaten etwas wusste, aber die noch nicht besichtigt wurde. Da war es normal, nervös zu sein. Dennoch konnten sie jetzt nicht viel machen. Sie mussten abwarten, bis sich der junge Mann über das Funkgerät meldete.

Obwohl der kleine Aufzug nur Platz für eine Person bot, war das für Metin Akyol angenehmer als an der Oberfläche, wo die Kälte kaum auszuhalten war.
Dass ihm die Situation allmählich zu schaffen machte, sagte er niemandem. Er wollte einen guten Eindruck hinterlassen, um dauerhaft in diesem Team bleiben zu können. Es war anstrengend und er musste oft sein Zuhause in Arlington verlassen, aber die Bezahlung lockte und er konnte seine Familie dadurch gut versorgen.
Die Reise 800 Meter in die Tiefe war schneller vorbei, als ihm lieb war.
Innerhalb des Aufzuges stand die Luft still. Eine fast schon angenehme Temperatur bekam er zu spüren. Das änderte sich, als die Glastüre sich zur Seite schob und den Weg in die Höhle frei gab.
Wie diese Höhle zustande kam und wer sie erschaffen hatte, konnte er sich nicht vorstellen. Aber die Natur hatte bekanntlich Wunder zu bieten, die für den Mensch nur schwer zu begreifen war.
»Das ist einfach Wahnsinn hier unten. Ich bin tatsächlich der erste Mensch, der diese unterirdische Höhle betreten darf«, flüsterte er stolz und hatte das Gefühl, etwas Besonderes geschafft zu haben. Diesen ersten Eindruck wollte er unbedingt mit den anderen teilen. Er löste das Funkgerät von seinem Gürtel und betätigte den braunen Knopf. Nachdem ein klackerndes Geräusch zu hören war, begann er zu sprechen: »Metin an die Icebreaker an der Oberfläche. Könnt ihr mich verstehen? Ich habe die Höhle betreten.«
Der Türke wartete ein paar Augenblicke. Er konnte es kaum noch aushalten zu erzählen, wie es im Inneren aussah. Gerade als er noch einmal nach oben funken wollte, meldete sich Benjamin Monroe.
»Wir hören dich alle, mein Junge. Wir kennen zwar die Videoaufnahmen der Kamera, aber hast du schon etwas Neues entdeckt?«
»Noch nicht, Mr. Monroe, aber ich kann gern ins Detail gehen. Die Höhle hat zwei Richtungen, in denen man sich bewegen kann. Ich habe mich für die östliche Richtung entschieden. Das ist der etwas dunklere Bereich der Höhle. Es ist aber nicht komplett finster. Man kann sich auch ohne Taschenlampe sehr gut zurechtfinden und sehen, wohin man tritt. Dennoch benutze ich sie, um genaueres sehen zu können. Die andere Richtung ist etwas heller, aber ein Detail haben wir ganz falsch verstanden. Diese Höhle ist nicht aus Stein, wie wir zuerst angenommen haben. Sie ist aus sehr stabilem und dickem Eis. Deshalb gelangt auch kein Licht von der Oberfläche hier herunter. Der Gang ist ungefähr 15 Meter breit.«
Die Männer an der Oberfläche lauschten dem Bericht des 25-Jährigen ganz genau und staunten nicht schlecht.
»Hast du noch ein paar Informationen?«
»Ja, habe ich. Die Höhle weist einen leicht bläulichen Schimmer auf, aber ich habe keine Ahnung, woher dieser kommen könnte. Hier sind nirgendwo Lichter oder Ähnliches. Aber es sieht wunderschön aus und richtig glattpoliert, als ob jemand anderes schon vor uns hier unten war und an dieser Höhle gearbeitet hat. In der Mitte des Ganges habe ich einen schmalen Fluss mit glasklarem Wasser entdeckt.«
Metin Akyol hielt seine Taschenlampe fest umklammert. Die Neugierde war für ihn kaum noch auszuhalten, als er den dunkleren Bereich der Höhle betrat und vorsichtig weiterging.
»Du solltest dir nicht zu viel zumuten, mein Junge. Ich verstehe, du bist begeistert, dort unten zu forschen, aber das ist noch unbekanntes Terrain. Wir müssen vorsichtig sein und dürfen nichts übertreiben. Also komm wieder nach oben. Dann besprechen wir die nächsten Schritte«, wies Benjamin Monroe seinen Mitarbeiter an. Doch der bekam die Worte seines Vorgesetzten nur am Rande mit, denn mehrere Meter weiter entdeckte er auf der anderen Seite des Flusses einen schmalen Gang, der nicht wie eine Abbiegung in den nächsten aussah, sondern mehr einem kleinen Versteck glich.
Das Kribbeln im Bauch wurde bei dem jungen Mann immer stärker, als er den Gang erreichte und mit einem Auge hineinspähte.
So ein Pech. Eine Sackgasse, dachte er und wollte sich schon wegdrehen, als er am Ende des schmalen Ganges eine kleine schwarze Pfütze entdeckte.
»Mr. Monroe, ich weiß, ich sollte nach oben kommen, aber ich habe hier etwas entdeckt, was wir nicht erwartet haben. Es sieht aus wie dunkler Schleim. Eine Art ölige schwarze Masse. Ich denke, es wäre gut, wenn ich eine Probe in meinen Behälter geben würde. Danach komme ich nach oben.«
Als Metin Akyol den Behälter aus seiner Tasche nahm, zuckte er zusammen.
Diese unbekannte Masse bewegte sich plötzlich.

 

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ADRIAN BURKHARDT - Die Reise beginnt

                    Die komplette Serie 

 

Als der uralte Vampir, Adrian Burkhardt, aus seinem Koma erwacht, sieht er seine Welt in Trümmern liegen. Nachdem ein dramatischer Laborunfall unzählige Dimensionstore öffnet, betreten Kreaturen unterschiedlichster Art die Erde. Innerhalb kürzester Zeit übernehmen sie ganze Länder und Regierungen. Die Menschheit wird auf drei Milliarden reduziert und steht am Abgrund.   

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