Die neue Vampirserie Serie

Wird gerade überarbeitet 

Geschrieben:    Helmuth Hoffmann

Titel:                  Adrian Burkhardt - Die Auferstehung

Folge:                1

Verlag:              Bookrix

Format:             E-Book

Cover:               Helmuth Hoffmann

Leseprobe

London, 20. März 2065

 

Der kleine Bloomfield-Friedhof am Rande von London gehörte in dieser Zeit zu den ruhigeren Orten in England. Das wusste auch Eduard Semenik, der jeden Abend für die Totenwache zuständig war. Er war ein zurückhaltender Mann, mittleren Alters, der die Ruhe liebte. Von daher war dieser Arbeitsplatz genau der richtige für ihn.

Freunde hatte er in seinem Leben keine gehabt und aufgrund seines Berufs hielten sich die meisten von ihm fern, aber das störte ihn nicht. Die Arbeit machte ihm Spaß, die Bezahlung war gut und niemand störte ihn. Dass keine Angehörigen der Toten zu Besuch kamen und Blumen auf die Gräber der Verblichenen legten, hatte einen Grund. Auf diesem kleinen, aber außergewöhnlichen Friedhof lagen keine Menschen, sondern Geschöpfe, die so grausam waren, als wären sie der Hölle entsprungen.

Eduard gehörte der Survival-Organisation an. Einer Organisation, die sich mit der Bekämpfung von übernatürlichen Wesen beschäftigte. Jeder Mitarbeiter war wichtig und hatte seine Aufgabe, denn der Dritte Weltkrieg war bereits in vollem Gange. Jedoch handelte es sich diesmal nicht um Mensch gegen Mensch, sondern um Wesen der Unterwelt gegen die Menschen. Ein fürchterlicher Laborunfall hatte die Tore in anderen Welten geöffnet und sorgte auf der ganzen Welt für Unheil, Zerstörung und zahlreiche Tote. Die Dimensionen vermischten sich zu einer. Manche Städte unserer Welt wurden sogar von den Geschöpfen der Nacht übernommen und regiert. Sie verteilten sich innerhalb kürzester Zeit wie ein Virus, der sich unaufhaltsam ausbreitete. Nur noch wenig Hoffnung bestand für die helle Seite, die dunkle zu besiegen. Bestenfalls war es möglich, sie für einige Zeit in die Flucht zu schlagen.

Die Aufgabe von Eduard Semenik war, die verblichenen Dämonen zu bewachen, denn jedes dieser Wesen lag mit einem silbernen Pflock in der Brust in einem Sarg. Zöge man diesen heraus, würde das betroffene Wesen innerhalb von Sekunden erwachen. Es gab auch Wesen, die nach dem Pfählen zu Staub zerfielen, aber das traf hauptsächlich auf Vampire zu.

Dass ihm an dem Abend der Wind um die Ohren peitschte und dadurch ein merkwürdiger Geruch seine Nase erreichte, störte ihn nicht mehr. Er wusste, was es war.

Immer wenn der Wind durch den Friedhof wehte, verteilte sich der faulige Geruch eines der Wesen über die kleinen Gänge des Hofs. Fast jeden Tag wurde ein frisches Wesen geliefert, um auf ewig begraben zu werden.

In dieser Nacht war das allerdings anders. Als sich die Dunkelheit über die Stadt legte, kamen seine Kollegen von der Survival-Organisation, um ein uraltes Wesen auszugraben. Wie sein Name lautete, wusste niemand, aber die Information, dass die Kollegen einen Vampir wieder zum Leben erwecken würden, jagte dem Mann einen Schauer über den Rücken. Angeblich soll sich dieser Vampir vor über 30 Jahren für viele Menschen geopfert haben, um diese zu retten, aber das waren nur Gerüchte.

Eduard schaltete eine alte Taschenlampe ein und war über den schwachen Strahl frustriert. Sein Arbeitsmaterial war nicht auf dem modernsten Stand, denn zu sehr hing er an der alten Technologie, wo Taschenlampen mit Batterien betrieben wurden und nicht mit Solartechnik. Ein paar Mal schlug er seine schwarze Taschenlampe auf die Handfläche, bis der Strahl stark genug war, und freute sich, dass er nicht zurücklaufen musste, um eine neue zu holen. Selbstbewusst bewegte sich der Mann durch seinen Dämonenfriedhof auf der Suche nach seinen Kollegen. Ihm war es gar nicht recht, dass man so ein gefährliches Wesen ausgraben würde, aber anscheinend waren all seine Kollegen davon überzeugt, dass es trotz seiner Blutgier nichts Gefährliches an sich hatte.

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Weiter schlich er durch die schmalen Gassen, bewegte sich besorgt um die Gräber und erreichte sein Ziel. Er beobachtete, wie vier Leute die Ausgrabung des Vampirs jeden Augenblick beenden würden. Es waren junge Leute, zwischen 20 und 25, die seiner Meinung nach lieber mit Freunden ins Kino gehen sollten als Vampire auszugraben. Allerdings stand er mit seiner Meinung ziemlich alleine da, denn mitten im Krieg durfte sich niemand um persönliche Angelegenheiten kümmern, sondern musste mithelfen, die Angreifer in die Flucht zu schlagen. Die vier jungen Menschen hatten dieselbe Einstellung, aber wer wollte es ihnen verdenken? Diese Generation war als Krieger aufgewachsen und hatte schreckliche Dinge miterlebt, die keiner in ihrem Alter sehen sollte.

»Seid ihr endlich mit dem Ausgraben fertig? Das macht mich nervös.«

Einer der Jugendlichen musste grinsen.

»Nur die Ruhe, Eduard, wir sind in spätestens zehn Minuten wieder weg.«

»Sagt mal, wieso um Himmels willen wollt ihr diesen Vampir ausgraben? Ich bin immer noch der Meinung, dieses Wesen ist gefährlich.«

Semenik nahm ein Taschentuch aus der Jackentasche und presste es sich auf die Nase, als die Kollegen den Sargdeckel öffneten.

»Das ist ja entsetzlich. An den Geruch der Verwesung werde ich mich wohl nie gewöhnen«, sagte der Bestatter, als ihn ein leichter Brechreiz überkam.

Gerade noch rechtzeitig bekam er sich unter Kontrolle.

»Warum genau wir diesen Vampir ausgraben sollen, haben wir nicht gesagt bekommen. Später erfahren wir den Grund. Dann melden wir uns bei dir.«

Mit dieser Antwort musste sich Eduard Semenik erst einmal zufriedengeben.

»Also, Eduard, jetzt lassen wir dich wieder in Ruhe.«

Semenik wusste nicht, ob er erleichtert oder besorgt sein sollte. Aus seiner Sicht waren schon zu viele Dämonen auf der Welt, jetzt wurde sogar noch einer von denen wieder zum Leben erweckt. Wenigstens luden die vier Kollegen den Vampir auf ein modernes Schwebebett und schoben den Ausgegrabenen aus seinem Friedhof.

Erleichterung kam auf, als auf dem Friedhof wieder Ruhe einkehrte. Sein Feierabend rückte immer näher, aber freuen konnte er sich kaum. Seine Gedanken schwirrten immer noch um den Vampir, der aus seinem Grab geholt worden war.

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2 Stunden später in der unterirdischen Survival-Zentrale in London

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»Mr. Lindsey, können Sie uns jetzt aufklären? Wieso sollten wir ein gefährliches Vampirwesen ausgraben?«

Das ängstliche Gesicht der jungen Frau war auch Richard Lindsey nicht entgangen. Er war ein 89-jähriger Mann im Rollstuhl, der geistig noch fit war. Die zurückgekämmte weiße Haarpracht schien immer heller zu werden, als er sich dem Tisch näherte, auf dem der Vampir lag. Lindsey war der Gründer und somit auch der Leiter der geheimen unterirdischen Survival-Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hatte Dämonen zu jagen. Eine recht junge Einrichtung, die es erst seit vier Jahren gab, sorgte auch unter Dämonen für Gesprächsstoff. Deshalb hatte man sich entschlossen, die Organisation unterirdisch einzurichten, um nicht so leicht entdeckt zu werden. Jahrelang war die Regierung gegen so eine Einrichtung, ehe die Katastrophe dafür gesorgt hatte, dass die Mitarbeiter alle Unterstützung erhielten, um das Unheil abzuwenden.

»Amelia, ich verstehe Ihre Sorge, aber vertrauen Sie mir, er ist nicht gefährlich. Das ist Adrian Burkhardt, ein alter Freund. Er hat es irgendwie geschafft, als Vampir seine menschliche Seite zu bewahren.«

Amelia Connor war mit ihren 20 Jahren die jüngste im Team und sicher die Unerfahrenste, aber schon nach kurzer Zeit wurde sie von Lindsey und seinen Mitarbeitern ins Herz geschlossen. Sie hatte Erfahrung mit Waffen und war motiviert gegen Dämonen anzutreten, seitdem ihr Freund von einem Echsenwesen getötet wurde.

»Aber wenn er ein Freund ist, wieso haben Sie ihm vorhin mit jeder Menge Drogen das Gedächtnis rausgespritzt? Er wird Sie nicht mehr wiedererkennen.«

»Ich weiß, aber es musste sein. Wir schicken ihn in die Vergangenheit. Er muss das Gleichgewicht der Welten wieder herstellen, indem er diese Katastrophe, die wir erleben, verhindert. Dazu muss er sein bereits gelebtes Leben so führen, als wäre es das erste Mal.«

Richard näherte sich in seinem Rollstuhl dem Tisch, auf dem der Vampir lag und zog mit einem Ruck den silbernen Pflock aus der Brust. Ihm war klar, der Mann würde jeden Augenblick aufwachen und sich fragen, wer er war. Die Wahrheit über sein Leben durfte er nicht erfahren, denn er sollte unbeeinflusst seinen Weg gehen. Einige Sekunden verstrichen. Lindsey und seine jungen Kollegen, die ihn schon seit Jahren unterstützten, versammelten sich um den Tisch und konnten beobachten, wie Adrian Burkhardt wieder Farbe bekam. Die blasse verklumpte Haut wurde rapide wieder menschlich, sodass man sogar seinen Dreitagebart erkennen konnte, ehe er ein paar Augenblicke später schlagartig die Augen öffnete. Verwirrt sah er sich um und konnte nicht begreifen, was geschehen war.

»Was ... ist passiert? Wo bin ich hier?«, sagte er mit schwacher Stimme.

»Ganz ruhig, Adrian. Sie sind unter Freunden. Wissen Sie, wer wir sind?«

Der Vampir setzte sich auf und prägte sich die Gesichter genau ein.

»Ich kenne Sie nicht und ich weiß auch nicht, wer ich bin. Ich weiß, dass ich ein Vampir bin, das fühle ich, aber mehr weiß ich nicht. Müsste ich Sie denn kennen?«

Lindsey überkam ein freundliches Grinsen.

»Wir sind alte Bekannte, Adrian. Wir haben vor langer Zeit gegen Dämonen gekämpft. Es ist so lange her, dass ich manchmal glaube, es war in einem anderen Leben. Kommen Sie, ich will Ihnen etwas zeigen.«

Jedem anderen würde Richard Lindsey Erholungszeit geben, aber ihm war klar, dass sich sein alter Freund innerhalb kürzester Zeit regenerieren konnte. Burkhardt war selber überrascht, wie fit er körperlich war, als er das Bett verließ und ein paar Schritte ging. Noch etwas zittrig auf den Beinen ging er vorsichtig durch die unterirdischen Korridore. Er war überwältigt von der Technologie, die Teil dieser Organisation war.

»Mr. Lindsey, ich möchte durch meine Direktheit nicht undankbar erscheinen, aber wieso haben Sie mich erweckt? Haben Sie keine Angst, dass ich Sie zu Boden drücken und leer saugen könnte?«

Eine direkte Antwort gab der Mann nicht, dafür kam die Aufforderung durch die nächste Tür auf der linken Seite des Flurs den Raum zu betreten.

»Was fühlen Sie, Adrian, bin ich Freund oder Feind?«

»Na gut, verschieben wir die Frage. Also was soll ich mir in diesem Raum ansehen?«

Die beiden betraten den Kontrollraum, der bis auf ein Steuerpult und mehrere große Bildschirme, die auf der rechten Seite des Raumes standen, leer war.

»Was Sie hier sehen, ist der Kontrollraum der Survival-Organisation, die ihren Sitz unterirdisch hat. Wir befinden uns im London des Jahres 2065.

Unsere Einrichtung beschäftigt sich mit der Bekämpfung aller Arten von Dämonen. Leider ist vor einigen Jahren ein Laborexperiment gescheitert, sodass weitreichende Folgen für die ganze Welt entstanden. Mehrere Dimensionen verschmolzen zu einer Welt. Die Folge war, dass unzählige Dämonenarten sich über den ganzen Planeten verteilt haben. Es gibt überall auf der Welt Einrichtungen wie unsere, aber viele haben den Kampf verloren. Ich vermute, es ist nur eine Frage der Zeit, bis Kreaturen unterschiedlichster Art die Kontrolle übernehmen werden.«

Lindsey betätigte das Kontrollpult und steuerte damit die Satellitenkameras, die über die ganze Welt verteilt waren und einen perfekten Überblick boten.

»Sehen Sie mal: Zahlreiche Häuser liegen in Schutt und Asche, Kreaturen marschieren durch die Straßen. Sklaverei ist keine Seltenheit mehr. Der rechte Bildschirm zeigt Europa. Der größte Teil wurde fast vollständig eingenommen. Heutzutage ist es schon Normalität, dass keine Flugzeuge am Himmel zu sehen sind, sondern drachenähnliche Kreaturen. Die Menschheit ist dabei unaufhaltsam unterzugehen.«

Burkhardt erkannte die Tränen in Lindseys Augen, als dieser die Bildschirme steuerte.

»Das ist schrecklich. Kann man dagegen nichts machen?«

»Doch, das kann man. Da kommen Sie ins Spiel. Ich kenne Sie von früher. Sie sind der beste Kandidat für diese Rettungsmission. Wir haben Sie erweckt, um Sie in die Vergangenheit zu schicken. Genauer gesagt 50 Jahre in die Vergangenheit, bevor diese Katastrophe stattgefunden hat.«

»Sie meinen, vor ungefähr 50 Jahren war die Welt komplett frei von Dämonen?«

»Na ja, nicht ganz. Einige Kreaturen schlichen schon immer durch dunkle Straßen und Wälder, aber es hielt sich in Grenzen, sodass die Menschen ein normales Leben führen konnten. Zu der Zeit gehörten Vampirwesen zu einer aussterbenden Gattung.«

Adrian Burkhardt sah dem alten Mann an, dass er alle Hoffnung in seinen Freund setzte.

»Und wenn ich mich weigern sollte, diese Mission anzutreten?«

»Ich wette, Sie weigern sich nicht. Wir haben Sie in eine Welt zurückgeholt, die man, ohne zu übertreiben, als Hölle bezeichnen kann. Ich biete Ihnen eine Aufgabe an, diese Hölle zu verhindern und ein einigermaßen ruhiges Leben zu führen, in einer Zeit, wo es diese Kreaturen nur in begrenzter Anzahl gibt. Wenn Sie möchten, können Sie jederzeit an die Oberfläche, aber schicken Sie uns bitte nicht den nächstbesten Dämon nach unten.«

Richard Lindseys Stimme nahm einen sarkastischen Unterton an, so sicher war er, dass Burkhardt diese Mission annehmen würde. Langsam wurde deutlicher, warum der alte Mann dem Vampir das Gedächtnis genommen hatte. Der Krieger, der in dieser Welt aufgewachsen und diese verteidigt hatte, hätte sich nicht von ihr trennen können. Er hätte sie bis zum letzten Atemzug verteidigt. Ein Adrian Burkhardt ohne Gedächtnis, verwirrt und verängstigt, würde sich nach einer ruhigeren Welt sehnen – und so kam es auch.

»Na schön, ich versuche, die Katastrophe abzuwenden. Wann soll es denn losgehen?«

»So schnell es geht. Wir dürfen nicht riskieren, dass Sie angegriffen werden.«

Richard Lindsey betätigte die kleine Sprechanlage am Kontrollpult.

»Amelia, bitte kommen Sie zu mir und bringen Sie das Buch mit.«

Auf die Antwort der jungen Frau wartete er nicht mehr, sondern fuhr mit seinen Erklärungen fort: »Also erstens: Verhalten Sie sich in dieser Welt nicht zu auffällig. Suchen Sie sich Verbündete, denn es wird auch auf der anderen Seite ein harter Kampf. Nicht so sehr wie hier, aber Sie müssen aufpassen. Und zweitens: Wir schicken Sie, wie schon erwähnt, in das Jahr 2015. Halten Sie sich, wenn es geht, in England auf. Meinen Informationen zufolge begann dort die Katastrophe. Halten Sie sich an die Agentin Elena Summers, die beim MI6 arbeitet.«

»Darf ich fragen, ob diese Frau in dieser Zeit immer noch für den Geheimdienst arbeitet?«

»Oh Adrian, das ist eine tragische Geschichte, die ich Ihnen aber nicht erzählen darf. Das würde Sie beeinflussen. Sie dürfen nur das Nötigste an Informationen mitnehmen.«

Gerade als Adrian eine Frage stellen wollte, ging die Tür auf und eine brünette junge Frau betrat den Raum.

»Hier ist das Buch, Mr. Lindsey.«

»Danke, Amelia. Also, Adrian: Dieses Buch nennt man die Akasha-Chronik. Wenn Sie so wollen, das Buch der Prophezeiungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit eintreten könnten. Es wird nicht gesagt wann und wo, auch nicht wer für was verantwortlich ist, aber dieses Buch sollte Ihnen auf Ihrem Weg helfen. Eine Kontaktaufnahme zu unserer Seite ist nicht möglich. Wir müssen darauf vertrauen, dass Sie Ihren Weg gehen. Unter anderem wird in diesem Buch auch eine geheime Formel genannt, die das Tor in eine längst vergangene Zeit öffnet. Sind Sie bereit für Ihre Reise?«

Ein tiefer Seufzer überkam den Vampir. Wie sollte man so viele Informationen in so kurzer Zeit verarbeiten können? Das war unmöglich, aber er sah ein, dass die Zeit drängte.

»Ich bin bereit, Mr. Lindsey.«

»Okay, dann schlagen Sie Seite 369 auf und lesen die Formel vor. Ein paar Augenblicke später wird sich das Tor öffnen. Dann wünsche ich Ihnen alles Gute, Adrian.«

.

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Burkhardt schlug die Seite auf und sprach die Formel aus dem Buch laut aus.

Seine leicht zittrige Stimme zeigte die Unsicherheit, aber die musste er ignorieren. Die Sprache, die er vorlas, verstand er nicht, aber das musste er auch nicht. Es reichte, die Formel auszusprechen. Es war eine Sprache aus längst vergessenen Zeiten, die schon Jahrhunderte zurücklag. Unwissende würden sich wahrscheinlich über den Klang der Worte amüsieren.

Noch bevor er das letzte Wort ausgesprochen hatte, öffnete sich ein großes kreisförmiges Tor, bestehend aus hellem Licht. Eine sturmartige Windböe peitschte durch den Raum, sodass Lindsey und seine Kollegin die Bilder an den Wänden festhalten mussten.

Adrian Burkhardt ignorierte sein Umfeld gänzlich und blickte genau in das Zentrum des Tores. Eine gewisse Nervosität machte sich bei ihm breit, denn die andere Seite konnte er nicht erkennen. Er blickte in das grell blendende Licht und fragte sich, ob Lindsey und seine Survival-Organisation vertrauenswürdig waren, oder würden sie ihn in eine noch schlimmere Dimension schicken, als die, die ihm gezeigt wurde?

Eine Sekunde hielt das ungute Gefühl an, dann fühlte er wieder das Vertrauen, das er von dem alten Mann genoss. Adrian warf einen kurzen Blick zurück und sah in Gesichter von Menschen, die ihre Welt schon abgehakt hatten und alle Hoffnung auf ihn setzten.

»Alles Gute, Adrian!«, rief Lindsey seinem Schützling zu und beobachtete, wie der Vampir mit dem Buch durch das Tor ging. Innerhalb eines Augenblicks verschlangen ihn die Lichtstrahlen, ehe das kreisförmige Portal innerhalb von wenigen Sekunden kleiner wurde, bis es sich schließlich ganz auflöste. Es wurde wieder still im Raum.

»Mr. Lindsey, Sie haben ihm einiges verschwiegen. Haben Sie ihm von seiner Verwandlung erzählt, die er noch vor sich hat?«

»Nein, habe ich nicht. Ihn erwarten Herausforderungen, für die er selber eine Lösung finden muss. Viele Prüfungen wird er nur mit seiner Menschheit lösen können.

Uns bleibt als Einziges die Hoffnung, dass er eines Tages Erfolg hat.«

Ende der Leseprobe

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ADRIAN BURKHARDT - Die Reise beginnt

                    Die komplette Serie 

 

Als der uralte Vampir, Adrian Burkhardt, aus seinem Koma erwacht, sieht er seine Welt in Trümmern liegen. Nachdem ein dramatischer Laborunfall unzählige Dimensionstore öffnet, betreten Kreaturen unterschiedlichster Art die Erde. Innerhalb kürzester Zeit übernehmen sie ganze Länder und Regierungen. Die Menschheit wird auf drei Milliarden reduziert und steht am Abgrund.   

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